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Momotaro, der Pfirsichjunge

6 Min.Für 3–8 Jahre
Momotaro, der Pfirsichjunge
6 Min.

Worum es in der Geschichte geht

Ein altes Paar findet in einem riesigen Pfirsich einen kleinen Jungen und nennt ihn Momotaro. Als er groß ist, reist er mit Hund, Affe und Fasan zu einer fernen Insel; die drei kommen für süße Klößchen mit. Mit Freundlichkeit und guten Worten werden am Ende alle Freunde.

Vor langer, langer Zeit lebten in Japan ein alter Mann und eine alte Frau in einem kleinen Häuschen nahe den Bergen. Sie waren freundlich und glücklich, nur Kinder hatten sie keine. Eines Tages ging der alte Mann in den Wald, um Feuerholz zu sammeln. Die alte Frau ging zum Fluss, um die Wäsche zu waschen. Und da kam etwas den Fluss herabgeschwommen, hüpfte auf und ab, auf und ab: ein riesengroßer, runder, rosa Pfirsich! „Ei der Daus“, sagte sie, „was für ein wunderbarer Pfirsich! Den nehme ich für meinen Mann mit nach Hause.“

Am Abend nahm der alte Mann sein Messer, um den Pfirsich aufzuschneiden. Doch noch bevor er ihn berühren konnte, sprang der Pfirsich ganz von selbst auf. Und drinnen lag ein winzig kleiner Junge, der lachte und mit den Armen wedelte! „Habt keine Angst“, sagte das Kind. „Ich bin gekommen, um euer Sohn zu sein.“ Das alte Paar war so glücklich, dass es vor Freude weinte. Sie nannten ihn Momotaro, das heißt Pfirsichjunge, und sie hatten ihn von ganzem Herzen lieb.

Momotaro wuchs heran und wurde stark und gütig. Er half dem Vater, das Holz zu tragen, und der Mutter, das Wasser zu holen. Eines Tages hörte er traurige Neuigkeiten. Auf einer fernen Insel wohnten ein paar große Oni, brummige, grobe Riesen mit Hörnern. Sie waren immer wieder in die Dörfer gekommen und hatten den Leuten ihren Reis und ihre Schätze weggenommen. „Ich fahre zu der Insel“, sagte Momotaro, „und bitte sie, alles zurückzugeben.“ Seine Mutter packte ihm einen Beutel mit süßen Hirseklößchen für die Reise.

Auf dem Weg kam ein Hund angetrabt. „Momotaro, wohin gehst du?“ „Zur Insel der Oni. Ich hole zurück, was sie genommen haben.“ „Gibst du mir ein Klößchen? Dann komme ich mit!“ Da teilte Momotaro ein Klößchen mit ihm, und der Hund schloss sich ihm an. Dann schwang sich ein Affe von einem Baum herunter und fragte dasselbe. Und danach flatterte ein Fasan mit leuchtend grünen und roten Federn herbei. Momotaro teilte seine Klößchen mit allen, und nun waren sie zu viert, vier gute Freunde.

Gemeinsam bauten sie ein kleines Boot und segelten über das Meer. Die Wellen gingen auf und ab, auf und ab. Der Fasan flog voraus und zeigte ihnen den Weg. Endlich sahen sie die Insel mit hohen, dunklen Felsen und einem riesengroßen Tor. „Klopf, klopf!“, rief Momotaro mutig. Das Tor knarrte auf, und die Oni kamen heraus. Sie waren sehr groß, hatten lockiges Haar und kleine Hörner und sahen ganz überrascht aus.

„Wer bist du denn, Kleiner?“, dröhnte der größte Oni. „Ich bin Momotaro“, sagte der Junge. „Ihr habt Reis und Schätze von Menschen genommen, die sie brauchen. Bitte gebt alles zurück.“ Die Oni lachten: „Ho, ho, ho!“ Doch der Hund bellte „Wau, wau!“, der Affe kreischte, der Fasan schlug mit den Flügeln, und Momotaro stand aufrecht da und wich keinen Schritt zurück. Da hörten die Oni auf zu lachen. „So mutig hat noch nie jemand mit uns gesprochen“, sagte der Größte. „Und ... und so freundlich hat uns auch noch nie jemand gebeten.“

„Warum nehmt ihr den Leuten etwas weg?“, fragte Momotaro. Die Oni schauten auf ihre großen Füße. „Unsere Insel ist felsig. Hier wächst nichts. Wir hatten Hunger, und uns besucht nie jemand.“ Momotaro öffnete seinen Beutel. „Hier, probiert mal.“ Jeder Oni nahm sich ein Hirseklößchen. „Mmm!“, sagten sie. „Lecker!“ „Wenn ihr die Schätze zurückgebt“, sagte Momotaro, „zeige ich euch, wie man Hirse anbaut. Dann könnt ihr zu uns kommen und mit uns tauschen, wie gute Nachbarn.“

Die Oni waren einverstanden. Sie luden den ganzen Reis und alle Schätze ins Boot und winkten zum Abschied. Momotaro und seine Freunde segelten nach Hause, und in den Dörfern bekam jeder zurück, was ihm gehörte. Der alte Mann und die alte Frau drückten ihn ganz fest an sich. Und von da an bauten die Oni auf ihrer Insel Hirse an und kamen jeden Frühling auf den Markt, mit breitem Lächeln und kleinen Geschenken. Momotaro, seine Eltern und seine drei Freunde lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. Gute Nacht.

Was wir daraus lernen können

Wer teilt und freundlich spricht, findet Freunde.

Besonders geeignet für: Für 3–8 Jahre

Freundliche Tiere, eine einfache Reise und ein ruhiges Ende machen die Geschichte zum Vorlesen für 3- bis 8-Jährige ideal.

Woher diese Geschichte kommt

Momotarō (桃太郎) — Traditional Japanese tale (anonymous), c. 1700. Von Lullaquill für die Schlafenszeit neu erzählt. Das ist unsere eigene Fassung eines gemeinfreien Märchens.

Machen Sie Ihr Kind zum Helden der Geschichte von heute Abend

Geben Sie in der Lullaquill-App den Namen Ihres Kindes und ein paar Lieblingsdinge ein. Daraus entsteht eine ruhige, sanfte Gutenachtgeschichte mit Ihrem Kind in der Hauptrolle – mit Bildern und einer beruhigenden Stimme.

Luna

Luna, ein kleines Häschen mit Schlafmütze, liest dir jeden Abend eine Geschichte vor.

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